Im schönen Nettlingen, direkt am Schlosspark, befindet sich die Werkstatt des Modelltischlers Peter Peckmann. Hier fertigt er aus schönsten Hölzern und edlen Metallen seine Edelholzstifte an. Jeden einzelnen in geduldiger Handarbeit.
Viele Sorten Edelholz warten auf ihre Bearbeitung. Sie kommen oft von weit her aus Südamerika oder Afrika und dem fernen Asien. Manche Sorte ist sehr selten und entsprechend teuer. Schon mit den rohen Klötzen gilt es deshalb sorgfältig sein, denn manches wertvolle Stück reißt schon während der Lagerung.
Aus den groben Klötzen und Blöcken müssen die Rohlinge geschnitten werden. Weniger Rohlinge als erwartet bekommt man: Manchmal findet man Fehlbildungen oder Risse im Holz. Ein schönes Schreibgerät kann man daraus nicht mehr machen.
Für einen Kugelschreiber erstellt man ein Ober- und ein Unterteil. Exakte Maße sind das A und O für einen guten Stift. Das Innenleben der Stifte, die mechanischen Teile aus Metall passen sonst nicht bündig hinein.
Dann muss exakt mittig gebohrt werden.
Bohrt man daneben, ist der Rohling
vertan. Schade um das schöne Holz,
denn es muss weggeworfen werden.
In die gebohrten Rohlinge werden
Messinghülsen eingeführt und mit
dem Holz fest verbunden.
Dann die Rohlinge in die Drechselbank eingespannt und das überschüssige Material abgetragen. Aber Vorsicht! Soll der Stift eine „gute Figur“ machen, muss hier die rechte Linie gehalten werden. Das ist fast das Schwerste: der Stiftform den eleganten Schwung verleihen.
So, die Grundform ist erreicht.
Noch sieht man dem Holz seine spätere
schimmernde Schönheit nicht an.
Erst nach mehreren Durchgängen Schleifen,
Grundieren, Lackieren und sorgfältigem
Polieren nähert man sich dem Ziel:
Ein recht gutes Ergebnis dieser
Drehkugelschreiber aus Zwetschgenholz!
Sie finden meine Stifte (und mich) bei folgenden Gelegenheiten:
| 27.11. bis 23.12. 2009 | Reiterlesmarkt, Rothenburg ob der Tauber |